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Winter

Winter wird’s in uns’ren Auen,
der Sommer endgültig nun vorbei.
Sollt’ ich mich nun doch getrauen,
oder ist’s mir wieder einerlei.


Meine Gedanken in Wort und Schrift zu fassen,

all das Böse niederstampfen zu Mus und Brei.
Oder sollt’ ich doch ganz ruhig gelassen,
die Meinung derer zu benutzen wie ein
Papagei.

Mein Feuer in mir brennt wie in des Teufels garst’ger Hölle,

und entschlossen ergreift die Hand die Feder.
Das Wahre werde ich jetzt verkünden, nur die harte Welle,
nun sollen sie alle es erfahren, da hilft auch kein Gezeter.

Doch wenn ich das Draußen durch mein

Fenster so betrachte,
von innen, meinem warmen Zimmer, in die Ferne.
Es ist alles so ruhig, so friedlich und das
Gedachte,
wirkt schläfrig und schmilzt wie ein Eisblock in der Wärme.

Nun ist aber endgültig Schluss, werde endlich wach,

sollen den all’ meine Gedanken umsonst
gewesen sein.

Dieses ew’ge Hin und Her nun mach ich Krach,

ich werde schreiben, so wie mir mein Maul
gewachsen und mache mit mir endlich rein.

 

Wer die Wahrheit sagt,
braucht viele gute Freunde.

(Hansjürgen Wölfinger)